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Reisender - Ansprüche

Ansprüche des Reisenden gegen den Reiseveranstalter

Der Kunde hat ein Recht auf mangelfreie Erbringung der Reiseleitung und, wenn dies nicht der Fall ist, im Falle des Auftretens von Mängeln, zunächst ein Recht auf Abhilfe. Der Kunde kann aber bei Mängeln der Pauschalreise nicht einfach abreisen, sondern er muss dem Reiseveranstalter innerhalb einer gewissen Frist Zeit geben, Abhilfe zu schaffen und für eine angemessene Ersatzleistung zu sorgen.

 

Schadensersatzansprüche

Schadensersatzansprüche des Kunden bestehen nur, wenn es wirklich aufgrund eines Reisemangels zu einem Personen-, Sach- oder Vermögensschaden kam. Dann kann der Reisende unbeschadet der Minderung oder einer Kündigung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat (§ 651f BGB).

Die Geltendmachung eines Anspruches wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit wiederum ist nur möglich, wenn die Reise vereitelt oder im oben genannten Sinne auch wirklich erheblich beinträchtigt worden ist (die Gerichte gehen von einer Gesamtminderungsquote von mindestens 50% aus, in Einzelfällen bei Kurzreisen genügen 20%).

Gesetzliche Ausschlussfrist

Nach vertraglichem Ende der Reise hat er wiederum seine Minderungsansprüche innerhalb eines Monats geltend zu machen. Dies ist eine gesetzliche Ausschlussfrist, die vor Gericht von Amts wegen geprüft wird.